Über mich

Mein Name ist Jürgen. Ich bin dreifacher Vater, Island-Begeisteter und Bauchspeicheldrüsenkrebs-Überlebender aus Lübeck. 2022 wurde bei mir Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt. Diese Diagnose, die Auswirkungen der Erkrankung und die Nachwirkungen der Operation haben mein Leben komplett auf den Kopf gestellt.
Heute ist mein Alltag anders als vor der Erkrankung. Es hat lange gedauert, bis ich nach der OP wieder laufen konnte und genug Energie hatte, um meine Tage zu meistern. Mit der Zeit ist in mir deshalb der Gedanke gereift, mich nach der Erkrankung alten und neuen Herausforderungen zu stellen, um mein zweites, geschenktes Leben wirklich zu nutzen.
2023 kam mir die Idee, mit dem Fahrrad Island zu bereisen. Während der kräftezehrenden Zeit der Genesung war Island immer ein Leuchtfeuer für mich und die Gedanken an die Insel haben mir Hoffnung geschenkt und Mut gemacht, nicht aufzugeben. Ich bin dankbar, dass ich heute wieder Fahrrad fahren kann und möchte mich nun der Herausforderung stellen, Island mit dem Fahrrad zu bereisen.
Ziel dieser Reise ist es, anderen Erkrankten, aber auch deren Angehörigen Mut zu machen, nicht aufzugeben. Auch wenn das Leben insbesondere mit einer Krebserkrankung von Rückschlägen geprägt ist, gibt es vieles, für das es sich zu kämpfen lohnt. Die Reise durch Island wird deshalb für eine Metapher für den hügeligen, steinigen aber auch durchaus hoffnungsvollen Weg durch eine Krebserkrankung stehen. Außerdem steht diese Fahrradreise im Zeichen der Aufklärung für den Bauchspeicheldrüsenkrebs. Den Bauchspeicheldrüsenkrebs überleben in Deutschland nur ca. 10 % und das ist der Grund, weshalb ich auf ihn aufmerksam machen möchte. Frühzeitige Untersuchungen können zu rechtzeitigen Diagnosen führen und damit möglicherweise Leben retten.
Der ADP
Um mich für Erkrankte und Angehörige sowie für die Aufklärung rund um den Bauchspeicheldrüsenkrebs einzusetzen, bin ich außerdem als Regionalgruppenleiter Schleswig-Holstein im Arbeitskreis der Pankreatektomierten (AdP) tätig.
Der AdP gibt Hilfestellung bei Themen rund um die Bauchspeicheldrüse sowie zur Rehabilitation und bietet Erkrankten, Angehören und Interessierten die Möglichkeit, sich auszutauschen und Erfahrungen zu teilen. Diese ehrenamtliche Tätigkeit ist für mich eine Herzensangelegenheit, durch die ich die Chance habe, noch mehr über die Bauchspeicheldrüse und das Leben nach einer einschneidenden Erkrankung zu lernen.


Rudern gegen Krebs
Seit 2024 mache ich außerdem bei Rudern gegen Krebs mit, eine Initiative von Leben mit Krebs. Gemeinsam mit anderen Erkrankten nehme ich wöchentlich am Rudertraining teil, bei dem ich mich mit meinen Mitrudernden für Benifizregattern vorbereite, die mehrmals jährlich stattfinden.
Neben der frischen Luft, der Bewegung und dem Miteinander habe ich im Rudern ein Hobby gefunden, das mir und meinem Körper gut tut. Die Möglichkeit, Teil eines Teams zu sein und gemeinsam für eine gute Sache zu rudern, erfüllt mich. Übrigens: Rudern gegen Krebs gibt es an zahlreichen Standorten.


