Das Projekt
Nach meiner Bauchspeicheldrüsenkrebs-Diagnose im Februar 2022 und der anschließenden, steinigen Genesungsphase habe ich beschlossen, meine Erfahrungen in ein Projekt zu verwandeln: mit dem Fahrrad Island zu durchqueren. Diese Reise ist nicht nur eine persönliche Herausforderung, sondern auch eine Möglichkeit, auf den Bauchspeicheldrüsenkrebs aufmerksam zu machen und anderen Erkrankten sowie Angehörigen Mut zu machen.
3-4 Wochen lang werde ich die Natur Islands mit dem Fahrrad bereisen. Diese Reise spiegelt auch den Kampf gegen den Krebs wider: So wird es auch in Island über Stock und Stein sowie Berg und Tal gehen. Dieses Projekt ist deshalb mehr als nur eine Fahrradtour. Sie ist ein Symbol für die Hoffnung, nach Rückschlägen wieder aufzustehen und dem Leben erneut zu vertrauen. Ich lade dich ein, mich auf dieser Reise zu begleiten!

Mit der Fähre soll es von Hirtshals in Dänemark nach Seyðisfjörður in Island gehen. Von dort aus beginnt die Fahrradtour mit der ersten Herausforderung: der Pass von Seyðisfjörður mit einer Steigung von bis zu 10-15%. Von dort aus geht es in den Norden Islands, nach Raufarhöfn zum Arctic Henge, nach Mývatn zum Mückensee, durch das Hochland nach Vík í Mýrdal und schließlich über die Ringstraße nach Reykjavik. Auf dieser Reise werden mich die Ärztin Dr. Silke Korich sowie die Fotografin Christiane Schröder begleiten.

Meine Begleitung

„Ich hatte, bevor ich in meine Heimatstadt Lübeck zurückkehrte, 12 Jahre in Berlin gelebt, dort visuelle Kommunikation und Fotografie studiert und meine Freiberuflichkeit gegründet. Die Arbeit auf, im und um das Meer herum für Reedereien und andere Auftraggeber führte mich heimwärts und von dort zumeist in den skandinavischen Raum für Fotoproduktionen. Nun bin ich schon seit über 10 Jahren Jürgens Nachbarin von Gegenüber. Und da Jürgen sozial sehr aktiv ist und Interesse an seinen Mitmenschen hat und auch zeigt – haben wir uns bald kennengelernt…
Seine Phasen der Krebserkrankung; beginnend mit der unvermuteten Diagnose, anschließenden Operation und Auseinandersetzung mit seiner systemischen Erkrankung habe ich durch seine Offenheit stark miterlebt und mitgefühlt. Sein Ringen um das Wiedererlangen von Lebensmut und Mobilität haben mir Respekt eingeflößt. Zeitgleich erkrankte ein langjähriger Freund ebenfalls an Pankreaskrebs und verlor innerhalb eines Jahres sein Leben ohne seine geplanten Projekte verwirklichen zu können. Als Jürgen mich bat, ihn auf seiner geplanten Islandreise zu begleiten um sie mit Film- und Fotoaufnahmen zu dokumentieren, habe ich gerne zugesagt und stehe ihm auch mit der Anwerbung von Spenden und Unterstützung zur Seite. Da ich bereits 2022 für drei Wochen Island bereist habe, kann ich einschätzen was auf uns zukommt.
Ein anspruchsvolles Abenteuer auf einer faszinierend schönen Vulkaninsel mit speziellen Menschen und angstfreien Pferden, starken Klimareizen, geothermischer Autarkie und ein Land ohne Armee. Unser aller Leben braucht Wertschätzung und die Verwirklichung unserer inneren Seelenaufträge. Deshalb hoffe ich sehr, dass die Reise von Jürgen und seiner Botschaft auch ein Weckruf wird für alle, die noch nicht vor der großen Frage stehen, die eine lebensbedrohliche Krankheit zwangsläufig stellt.“
