Der nächste Morgen begrüßt uns stürmisch und kalt. Wir brechen auf in Richtung Seyðisfjörður, unserem letzten Halt in Island, bevor wir die Fähre nach Dänemark nehmen. Wir wollen nicht zu spät ankommen, denn der Campingplatz könnte schnell voll werden. Über Egilsstaðir fahren wir zurück, nutzen die Gelegenheit für Einkäufe für zu Hause und stöbern nach kleinen Mitbringseln. Dann geht es andächtig die Straße zunächst hinauf und dann eine lange Strecke ins Tal nach Seyðisfjörður. Stolz und ein wenig ehrfürchtig blicken wir auf den Fjord hinab, beeindruckt davon, dass wir diese Strecke schon am ersten Tag unserer Reise geschafft hatten. In Seyðisfjörður angekommen suchen wir uns einen gemütlichen Platz auf dem Campingplatz. Wir schlendern durch den Ort, genießen unsere letzten isländischen Eindrücke und gönnen uns ein letztes Mal ein Bad in einem alten Hot Pot, wo uns die liebenswerte Saunameisterin mit ihrer guten Laune bei diesem Abschiedsmoment begleitet.



Am Abend treffen wir nette Campingnachbarn, ein Pärchen aus München mit ihrer Mutter, die sich als Fans des Wacken-Festivals herausstellen. Trotz oder gerade wegen des engen Campingplatzes rückt man hier automatisch näher zusammen und es entsteht ein warmer, freundlicher Abend voller Gespräche und Lachen. So endet unsere Islandreise auf eine besonders schöne Weise: mit neuen Begegnungen, Gemeinschaft und dem Gefühl, alles wirklich ausgekostet zu haben.